Creative-Commons-Lizenz

Cory Doctorow schreibt SF. Wie er hier im Locus Magazine erklärt, veröffentlicht er seine Bücher neben der traditionellen Printversion auch kostenfrei unter einer CC-Lizenz (unter eine Version der CC-Lizenzen fallen übrigens auch die Einträge in diesem Journal - siehe rechts unten) in digitaler Form, sprich als Ebook. In seinem Artikel erklärt er ausführlich das Warum und das Wie, und liefert einige interessante Argumente dafür. So weit, so gut. Jetzt veröffentlicht Heyne Cory Doctorows Roman "Down and Out" unter dem Titel "Backup" in Deutschland. Und zusätzlich gibt es auch die deutsche Ebook-Version kostenfrei unter einer CC-Lizenz, wie der Autor hier vermeldet.

Klingt nach Science Fiction.

Eine absolut spannende Sache. Wie ich schon einmal erwähnte, bin ich bei Ebooks bislang skeptisch. Mir selbst bringen sie wenig. Aber in dieser Form finde ich sie weitaus besser. Ich bin sehr gespannt, ob und wie sich das entwickelt.

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Kommentare

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  1. Stephan schreibt:

    Ja, definitv eine spannende Sache. Nun stellt sich gleich die Frage, für wen sich das eher lohnen könnte. Den Autor im Publikumsverlag, oder den Autor eines Kleinverlags?
    Ich bin noch unentschlossen, ob ich das als "Sache, die ich für Tharador wollen würde" einschätzen soll, oder nicht.

    Ich male mir das in einer vereinfachten Denkweise so aus:
    Der Publikumsverlag bekommt die potentiellen Bestseller ohnehin als Eyecatcher im Laden platziert. Und dort erreicht man noch immer die meisten Leser. Eine Veröffentlichung als E-Book dürfte da nur marginale Veränderungen bringen, vermute ich.

    Der Kleinverlag, der es nicht unbedingt in jede Buchandlung schafft oder da nur mit dem Buchrücken im Regal, der könnte dadurch sicherlich auf sich aufmerksam machen. Allerdings ist da die Kalkulation möglicherweise enger und die Angst vor einem etwaigen Verlust durch kostenlose E-Books zu groß?

    Interessantes Thema auf jeden Fall.

  2. Chris schreibt:

    Tja, solange die Ebooks als Alternative zum "normalen" Buch gesehen werden, muss man das wohl als Konkurrenz sehen. Die Ebook-Versionen meiner Bücher kosten über 10€; fast so viel, wie die klassischen Ausgaben. Das ist theoretisch ein Mehrgeschäft, aber die Zahlen sagen mir, dass dieses Angebot nur wenig angenommen wird.

    Die Frage, die man sich stellen muss, ist die: Verliert man mehr Käufer an die Ebook-Variante, als man durch die kostenlose Werbung dazu gewinnt? Und wie viele von denen, die das kostenlose Ebook runterladen, würden das Buch denn ansonsten kaufen, und tun es jetzt nicht? Gerade bei letzterer Frage kann ich mir gut vorstellen, dass es viele gibt, die das Buch ohnehin nicht gekauft hätten, jetzt aber reinschnuppern. Leider ist das sehr schwer zu verifizieren.

    Für mich selbst kann ich sagen, dass man mich durch ein Ebook zum Kauf überzeugen könnte. Wenn mir ein Buch gefällt, will ich es üblicherweise auch besitzen.

  3. Stephan schreibt:

    ja, diese beiden fragen beschäftigen mich auch gerade. Ein Feldversuch wäre durchaus interessant.
    Ich selbst bin kein Verfechter des E-Books. Ich lese keine Bücher am PC, mochte ich noch nie und werde ich nie mögen. Ich brauche das Gefühl von Papier, den Duft, den ein buch verströmt. Klingt vielleicht ein wenig romantisiert, aber so ist das eben. Buch lesen, das ist immer wieder ein kleines Event. Technik stört mich dabei nur.
    Und für ein E-Book annähernd den selben Preis, wie für das gedruckte Werk zu zahlen, das käme mir dann wohl niemals in den Sinn.

    Ich bin also keine typische Zielgruppe dieses Mediums. Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, kostenlose E-Books als erweiterte Leseprobe zu nutzen, die lese ich sehr wohl am Rechner. Und dann würde ich bei Gefallen auch kaufen. Der Mensch ist nicht umsonst Jäger UND Sammler.


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