Standardabsage

Dienstag, 23. Oktober 2007

Absagen gehören zum Leben einer Autorin einfach dazu. Nur sehr selten führt ein Weg daran vorbei. Für die Autorin ist sicherlich ärgerlich, dass der Großteil der Absagen aus vorformulierten Standards besteht, die wenig aussagekräftig sind. Immer wieder kommt die Frage auf, was die Absage zu bedeuten habe, und ob man zwischen den Zeilen etwas lesen könne.

Die kurze Antwort ist: nein. Die Absage sagt nur eines aus, nämlich dass der Verlag oder die Agentur kein Interesse hat. Und in den meisten Fällen wird niemand die Absage begründen wollen, weil das manchmal zu Diskussionen führen mag, die unerquicklich und sinnlos sind, aber die Zeit von Agenten und Lektoren kosten. Ich habe mal mit einer Lektorin gesprochen, dir mir erzählt hat, dass sie zu Beginn ihrer Karriere manchmal Absagen begründet hat. Aber anscheinend waren die Reaktionen teilweise so unangenehm, dass sie inzwischen komplett darauf verzichtet.

Für die Autorin ist der beste Rat, dass man die Standardabsage einfach als das nehmen sollte, was sie ist, und nicht als ein Rätsel, das gelöst werden kann. Das ist unangenehm, aber unabänderlich.

Creative-Commons-Lizenz

Samstag, 6. Oktober 2007

Cory Doctorow schreibt SF. Wie er hier im Locus Magazine erklärt, veröffentlicht er seine Bücher neben der traditionellen Printversion auch kostenfrei unter einer CC-Lizenz (unter eine Version der CC-Lizenzen fallen übrigens auch die Einträge in diesem Journal - siehe rechts unten) in digitaler Form, sprich als Ebook. In seinem Artikel erklärt er ausführlich das Warum und das Wie, und liefert einige interessante Argumente dafür. So weit, so gut. Jetzt veröffentlicht Heyne Cory Doctorows Roman "Down and Out" unter dem Titel "Backup" in Deutschland. Und zusätzlich gibt es auch die deutsche Ebook-Version kostenfrei unter einer CC-Lizenz, wie der Autor hier vermeldet.

Klingt nach Science Fiction.

Eine absolut spannende Sache. Wie ich schon einmal erwähnte, bin ich bei Ebooks bislang skeptisch. Mir selbst bringen sie wenig. Aber in dieser Form finde ich sie weitaus besser. Ich bin sehr gespannt, ob und wie sich das entwickelt.